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"Der Menschenrechtsverteidiger und Anwalt Chen Guangcheng, der sich als gewaltloser politischer Gefangener in Haft befindet, wurde am 24. August 2006 zu vier Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Er war im Juni dieses Jahres angeklagt worden, öffentliches Eigentum beschädigt und den Straßenverkehr behindert zu haben. Danach hat man ihn drei Monate ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft gehalten. Der Schuldspruch erfolgte nach einem kurzen Gerichtsverfahren. Seine Verteidiger waren in ihrer Tätigkeit behindert worden. Lediglich drei Brüder von Chen Guangcheng konnten dem Verfahren beiwohnen. Seine Ehefrau Yuan Weijing wurde daran gehindert, ihr Haus zu verlassen. Sogar seinen Verteidigern wurde der Zugang zum Gerichtsgebäude verwehrt, so dass Chen Guangcheng von zwei Pflichtverteidigern vertreten wurde.
Quelle: amnesty journal November 2006, www.amnesty.de

In China leben derzeit ca. 150-200 Millionen WanderarbeiterInnen. Sie machen unter anderem 90% der Arbeitskräfte in Pekings Bausektor aus, die die Spielstätten und Infrastruktur für die Olympischen Spiele errichteten. Sie sind die Säulen des Aufschwungs und der Wirtschaftskraft der Volksrepublik China, aber auch deren Opfer. Sie leben und arbeiten unter menschenunwürdigen Bedingungen und werden massiv in ihren sozialen Rechten diskriminiert. Das in China geltende Haushaltsregistrierungssystem (Hukou) zwingt viele WanderarbeiterInnen, in der Illegalität zu leben, da sie keine Aufenthaltsgenehmigung in den Städten erhalten. Dies führt dazu, dass ein Großteil der WanderarbeiterInnen keine angemessene Unterkunft hat. Stattdessen leben viele Menschen am Arbeitsort (in Restaurants, auf der Baustelle), in Hütten, auch in Zelten.
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